9. Mai 2017

Der Monat Mai kann so schön sein.....

....wenn er denn will.
Das erste Wochenende im Mai war ja nicht so prickelnd, es war wie schon der gesamte April kalt und regnerisch.
Der vergangene Samstag und Sonntag war schon etwas freundlicher, die Sonne hat sich ab und zu mal blicken lassen und hat den Garten und mein Gemüt erwärmt.
Leider ist es gerade wieder sehr eisig, nachts gehen die Temperaturen wieder unter den Gefrierpunkt.
Es wird Zeit dass die Eisheiligen schnell von dannen ziehen und der Wonnemonat Mai endlich das hält was er eigentlich verspricht.

Der Garten trotzt der Kälte, die Kirschbäume stehen in voller Blüte. Wenn die Sonne hin und wieder rauskommt kann man zum Glück das Summen und Brummen der Bienen und Hummeln hören, die fleißig ihrere Arbeit nachgehen.



In dem restlichen kleinen Stückchen Wiese blüht gerade wunderschön das Wiesenschaumkraut, es ist über die Jahre angeflogen und hat sich schön verbreitet. Da der Rasen bei mir sehr feucht und fett aber nicht gedüngt ist, fühlt es sich hier besonders wohl.

Ich habe beschlossen dieses Jahr den Rasen mal wachsen zu lassen um zu sehen welche Pflanzen noch auftauchen. Wird er mir dann doch mal zu hoch werde ich ihn mit der Sense bearbeiten, so habe ich auch wieder schönen natürlichen Mulch für die Beete.


An der Südseite des Hauses blühen die Obststräucher, Johannisbeere, Stachelbeere und Maibeere und erfreuen die Insekten, am beliebtesten sind die Blüten bei den Hummeln.



Die Tulpen blühen auch noch überall verstreut im Garten. Die Wildtulpe "Zwerg-Stern-Tulpe (tulipa tarda)" gefällt mir besonders gut, sie sind auch recht vermehrungsfreudig. Sie fühlen sich unter den Obstbäumen sehr wohl.


In der wilden Totholzheckenecke blühen gerade Felsenbirne, Traubenkirsche und das fliederblütige Geißblatt, welches sich hinter den Apothekerrosen an einem Flechtzaun entlang rankt.




Der Steingarten ist wie jedes Jahr ab Mai nicht mehr als Solcher zu erkennen, man sieht keinen einzigen Stein mehr, die Pflanzen haben sich den Platz erobert.

Im Mai blühen hier neben Lungenkraut und Teppichphlox noch das kriechende Fingerkraut, Schleifenblume und das Blaukissen.

Dem Silberblatt gefällt es in meinem Garten sehr gut. Zu meiner Freude hat es sich in den letzten Jahren gut ausgebreitet.

Die Zypressenwolfsmilch ist nicht Jedermanns Geschmack, ich finde sie trotzdem sehr schön und habe nichts dagegen wenn sie sich vermehrt. Sie wächst bei mir hauptsächlich am Teichrand zwischen den Steinen und darf da gerne bleiben.



Viele andere Pflanzen stehen bereits in den Startlöchern und warten nur darauf von der Sonne erweckt zu werden.
Ich hoffe sehr dass es in den nächsten Tagen endlich richtig warm wird.




LG Alex

20. April 2017

Naturgarten im April

Leider ist momentan nicht wirklich passendes Gartenwetter. Es ist sehr kalt und es graupelt immer wieder.
Nicht mal die Katzen verlassen die Wohnung, auch kann ich draußen nur hin und wieder einen Vogel oder ein Eichhörnchen am Futterplatz entdecken. Insekten fliegen bei diesem Wetter nicht und haben sich hoffentlich an einen warmen Ort zurückgezogen.

Die letzten Tage vor Ostern ist jedoch einiges im Garten passiert, da war das Wetter schon schön angenehm warm und trocken.

Im fischfreien Gartenteich haben sich bereits im März Grasfrösche und Erdkröten versammelt und laute Paarungskonzerte und wilde Orgien veranstaltet.

Der Froschlaich wird anfangs immer noch von den Fröschen bewacht, später sind sie dann plötzlich verschwunden.

Die langen Laichschnüre der Kröten sind überall um die im Wasser wachsenden Pflanzen geschnürt, immer wieder faszinierend wie sie aneinanderhalten.

Leider habe ich auch Molche im Teich, ich kann oft  beobachten wie sie vom Froschlaich naschen, der Krötenlaich bleibt unberührt, ist anscheinend nicht so lecker...


Der Weg um die Wildblumenwiese war schon lange überfällig, das letzte Mal habe ich glaube ich vor 3 Jahren Rindenmulch darauf verteilt.

Dieser war nach den Jahren langsam verrottet, weggetragen, weggebuddelt, aufgebraucht.
Er sieht nicht nur schön aus wie ich finde, ich liebe auch diesen Geruch, und es läßt sich einfach sehr angenehm darauf laufen.
Die Amseln suchen darin gerne nach Würmen und Insekten, auch samen sich gerne die Pflanzen der Wildblumen darin aus.
Insgesamt habe ich fast 1000 Liter Rindenmulch verteilt.


Die letztes Jahr im Frühjahr selbstgebauten Hummelkästen habe ich bereits im März aufgestellt und hoffe seit dem darauf dass sie bezogen werden.
Ich habe seit dem Aufstellen schon einige Hummelköniginnen auf der Suche nach einer Nistmöglichkeit beobachten können. Drei davon konnte ich auch vorsichtig einfangen und in den Kasten kriechen lassen, doch leider hat ihnen der Platz wohl nicht gefallen.
Da die Königinnen ja meist in Erdnähe nach einem Loch im Boden suchen habe ich jetzt noch ein Experiment gestartet.
Ich habe einen Schlauch unter der Erde bis zum Eingang gelegt, vielleicht verirrt sich auf diese Weise ja noch eine Hummel in den Kasten.



So hoffe ich bald auf schönes warmes Wetter und darauf es nochmal versuchen zu können.





LG Alex

18. April 2017

Garten im Frühjahr - wichtige Frühjahrsblüher und Pflanzen für Insekten

Ab Anfang März kann ich bei mir im Garten viele verschiedene Insekten beobachten, die sich an dem Pollen und Nektar der Frühjahrsblüher erfreuen.
Vor allem Hummeln und Wildbienen, aber auch der ein oder andere Schmetterling sind dann jeden Tag schon fleißig unterwegs.

Ich versuche die Pflanzen so auszuwählen, dass das ganze Jahr über ununterbrochen etwas blüht und somit genug Nektar und Pollen zur Verfügung steht.

Im Februar/März strecken Schneeglöckchen, Winterlinge, Märzenbecher, Christrosen, Waldanemonen, Netzblatt-Iris, Krokus und Pestwurz ihre Blütenpracht empor.
Die Weide darf hier auch nicht vergessen werden, sie ist besonders begehrt und liefert reichlich Nahrung. 
Der Pestwurz wird von den Hummeln besonders gern angeflogen. Er benötigt einen sehr feuchten Standort.
Die Schneeglöckchen und Krokus werden besonders von Wildbienen geliebt.


Im März/April öffnen sich dann die Blüten von Lungenkraut, versch. Hyazinthenarten, versch. Primelarten, Sumpfdotterblumen, Narzissen, Wildtulpen, Veilchen, Vergißmeinnicht, Küchenschellen, Schachbrettblumen, Elfenblumen,...

Die verschiedenen Wildtulpen gedeihen bei mir am besten im Bereich unter den Obstbäumen, dort ist es sonnig und trocken.
Sie vermehren sich auch gut durch Samen.

Die Elfenblumen mögen es gerne schattig, sie blühen im Vorgarten und im schattigen Bereich des Gartenteiches.

Die Bergenien sind eigentlich nicht sehr anspruchsvoll, sie gedeihen bei mir im Garten an verschiedenen Stellen, sowohl sonnig als auch schattig.

Narzissen sind auch sehr genügsame Zwiebelpflanzen, sie sind mittlerweile überall verteilt und vermehren sich sehr gut.

Mit den Küchenschellen hatte ich lange Probleme einen geeigneten Platz zu finden. Sie mögen es auch trocken und warm, nicht zu viel Nässe.

Die Hyazinthen sind auch sehr pflegeleicht, sie wachsen und vermehren sich überall, besonders die Traubenhyazinthen sind dabei sehr vermehrungsfreudig.

Schachbrettblumen wachsen sowohl im Staudenbeet als auch im Steingarten, fühlen sich anscheinend an beiden Orten sehr wohl.

Das Kaukasus-Vergißmeinnicht blüht viel eher als das "Normale", besonders beliebt unter den sog. Wollschwebern.

Von den Sumpfdotterblumen habe ich vor Jahren eine einzige Pflanze an den Teichrand gesetzt. Mittlerweile haben sie sich überall um den Teich herum selbst verbreitet. Das saftige Gelb lockt viele kleine Käfer an.

Wenn die Veilchen ihre Blüten öffnen freut mich das immer besonders. Der ganze Garten duftet dann so herrlich schon alleine nur beim Vorbeigehen.


An erster Stelle bei den Insekten, besonders den Hummeln, steht das Lungenkraut, gefolgt von den Schlüsselblumen und den Primeln.

Rosenprimeln
Kugelprimeln









Ich warte jetzt schon wieder sehnsüchtig auf warmes Wetter, dann kann ich wieder jeden Tag neue Blüten im Garten bewundern.




LG Alex

30. März 2017

Frühlingserwachen

Endlich, endlich ist auch bei mir der Frühling eingezogen, der Garten erwacht zu neuem Leben.


Die Frühlingssonne wärmt tagsüber schon richtig schön, leider ist es nachts noch immer sehr frostig.

Davon lassen sich jedoch weder Tiere noch Pflanzen abhalten. Die Stare sind zurückgekehrt und begutachten die Nistkästen und werben lautstark nach Partnern.
Ich bin immer wieder begeistert wie viele verschiedenen Töne und Laute sie dabei hervorbringen. Schon früh am Morgen besingen die Vögel der Umgebung den Frühlingsanfang. Ich liebe es diesem Gesang zu lauschen.

Überall im Garten blühen die Frühlingsboten wie Schneeglöckchen, Winterlinge, Christrosen, Primeln, Krokusse und Co.





Viele andere Stauden recken schon ihre zarten Spitzen aus der Erde, auf der Suche nach Licht und Wärme.


In den letzten Tagen war wirklich traumhaftes Gartenwetter, welches ich genutzt habe einiges im Garten zu erledigen. Es hat wieder einmal richtig gut getan nach langer Winterpause in der Erde zu buddeln und dabei die Seele baumeln zu lassen.
Die verblühten, abgestorbenen Reste der Stauden habe ich wie jedes Jahr den Winter über stehen lassen und erst jetzt von den Beeten entfernt. Einiges davon habe ich in der Totholzhecke verbaut, mit einem großen Teil wurde das Hochbeet neu bestückt.
Blättern von hohen Gräsern habe ich zu Bündeln geschnürt und an verschiedenen Stellen im Garten aufgehängt als zusätzliches Nistmaterial für die Vögel.


Nun sieht es wieder "ordentlich" aus und es ist genügend Platz für die jungen Pflänzchen sich auf ein Neues zu entfalten.

Das "Insektenhotel" hat auch endlich einen Schutz vor Räubern erhalten. Ich habe es endlich geschafft einen Maschendraht vor den Nisthilfen anzubringen, so können die Vögel die Nester der Wildbienen nicht mehr plündern.
Ich bin schon sehr gespannt darauf wann die ersten Insekten aus ihren Löchern fliegen.


Nach anstrengender Arbeit habe ich mir dann eine sehr leckere Bärlauchsuppe mit frisch geerntetem Bärlauch gegönnt, hmm  lecker.






LG Alex

22. November 2016

Winterruhe

Die letzten Arbeiten im Garten sind erledigt und somit alle Vorbereitungen auf den Winter getroffen.

Der Rasen wurde letztes Monat nochmals gemäht, die Terrassenmöbel sind sicher abgedeckt, alle nicht winterharten Kübelpflanzen und Zwiebelblumen sind im Keller verstaut.

Das Laub der Bäume und Sträucher wurde in den Beeten und in den Totholzhecken untergebracht. Die Wildblumenwiese wurde auch bereits im Oktober von mir mit der Sense gemäht.

Einzig die verblühten Reste der Stauden werden bis zum Frühjahr an Ort und Stelle belassen um den Vögeln und anderen Tierchen Nahrung und Schutz im Winter zu bieten.

Da vor zwei Wochen bereits der erste Schnee gefallen ist verabschiede ich mich von der diesjährigen Gartensaison und gehe in die wohlverdiente Winterpause.


Im Haus ist es gerade sehr gemütlich, das Feuer im Kamin brennt, die Weihnachtsdeko ist angebracht.





Auf den Fensterbrettern blühen gerade auch verschiedene Zimmerpflanzen, das macht die nahende Adventszeit noch zu etwas ganz Besonderem.





Ich wünsche euch allen ruhige und besinnliche Vorweihnachtstage und eine stressfreie Weihnachtszeit.




LG Alex

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